Homeoffice und Arbeitnehmer*innenveranlagung 2020


Bild: Andreas Morlok  / pixelio.de

Wir haben bei der Abteilung Steuerrecht der AK-Wien angefragt, was bei Homeoffice für die kommende Arbeitnehmer*innenveranlagung zu berücksichtigen ist. Zur Antwort der AK gelangst du wenn du weiter liest.

Bestimmte Kosten, die durch das Homeoffice entstehen können als Werbungkosten geltend gemacht werden, sofern Sie diese Aufwendungen nicht durch Ihren Arbeitgeber ersetzt bzw. die entsprechenden Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt bekommen.

Laptop:

Haben Sie von Ihrem Arbeitgeber keinen Computer zur Verfügung gestellt bekommen, dann können die Kosten des Laptops im beruflichen Ausmaß geltend gemacht werden. Die absetzbaren Kosten sind Aufwendungen für Arbeitsmittel bei den Werbungskosten.

Wurde der Computer heuer gekauft, dann gilt er bis zu einem Anschaffungspreis von 800 Euro als geringwertiges Wirtschaftsgut. Das bedeutet, dass der berufliche Anteil zur Gänze im Jahr 2020 geltend gemacht werden. Beträgt der Kaufpreis mehr als 800 Euro, dann ist der berufliche Anteil auf 3 Jahre zu verteilen. Wurde der Computer vor 2020 angeschafft, dann gilt er bis zu einem Kaufpreis von 400 Euro als geringwertiges Wirtschaftsgut. Darüber hinaus ist wieder eine Aufteilung auf 3 Jahre vorzunehmen.

Wie erwähnt ist jedoch nur der berufliche Anteil absetzbar. Dieser ist von Ihnen selbst zu schätzen und glaubhaft zu machen. Es ist aber zumindest ein Privatanteil von 40 % auszuscheiden, was bedeutet, dass höchstens 60 % geltend gemacht werden können. Ein höherer beruflicher Anteil muss besonders nachgewiesen werden.

Ein Beispiel zur Absetzbarkeit eines Computers finden Sie auf der AK Homepage.

Die gleichen Ausführungen gelten für alle Arten für Arbeitsmittel, dh auch für Drucker, Telefone, etc.

Internet:

Auch die Kosten des Internets können als Arbeitsmittel abgesetzt werden. Es ist vom gesamten Jahresbetrag der Internetkosten der berufliche Anteil geltend zu machen. Hierbei ist zu schätzen, wie viel Zeit Sie selbst im Internet verbringen im Verhältnis der Internetnutzung der gesamten Familie. Entsprechend ist die Nutzung durch Kinder und andere Familienmitglieder als Privatanteil auszuscheiden.

Homeschooling:

Erhöhte Aufwendungen die mit dem Homeschooling verbunden sind, können nicht geltend gemacht werden.

Ansonsten gelten auch in dieser Situation alle Bestimmungen zur Absetzbarkeit von Werbungskosten. Was als Werbungskosten generell geltend gemacht werden kann, finden Sie auf unserer Homepage und in der AK Broschüre Steuer Sparen:

Darüber hinaus empfehlen wir dir, dich 2021 Jahr nochmals bezüglich möglicher Werbungskosten im  Zusammenhang mit dem Homeoffice zu erkundigen. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Erleichterungen beschlossen werden.

Sollten du noch weitere Fragen haben, steht dir die AK-Beratung zu Steuerrecht unter der Telefonnummer 01 / 50 165 – 1207 zur Verfügung.

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