Ergebnis der Kollektivvertragsverhandlungen 2018

Nach sehr schwierigen und langwierigen Verhandlung konnte gestern ein Ergebnis bei den Kollektivvertragsverhandlungen erzielt werden.

Die Kollektivvertragsgehälter aller Verwendungsgruppen und Gehaltsstufen werden um 2,5% erhöht (ebenso die Kollektivvertrags-Zuschläge und -Zulagen, Rufbereitschaftsabgeltungen sowie UGT). Die Erhöhung hat Gültigkeit ab dem 1.3.2018.

Weiters erhalten alle Mitarbeiterinnen, deren Dienstverhältnis am 28.2.2018 aktiv aufrecht ist, eine Einmalzahlung in der Höhe von EUR 40,– (brutto). Teilzeitkräfte und Arbeitnehmerinnen, die nach dem 1.2.2018 eingetreten sind, erhalten einen aliquotierten Anteil. Die Zahlung erfolgt spätestens mit dem März-Gehalt!

Zusätzlich zu der Gehaltserhöhung von 2,5% werden die Kollektivvertragsgehälter der Verwendungsgruppe Va ab dem 1.3.2018 in jeder Gehaltsstufe um EUR 10,– erhöht. Dazu zählen ab dem 1.3.2018 auch PflegefachassistentInnen.

Was konnte neben der Gehaltserhöhung noch erreicht werden?

  • Für die Anrechnung von Vordienstzeiten für die Bemessung des Urlaubsausmaßes wird das Höchstausmaß und die Höchstgrenze (§3 Abs 3 Satz 1 und Satz 2 UrlG) von 7 auf 10 Jahre erhöht (B.2.8) – gültig für Urlaubsansprüche ab dem 1.1.2018.
  • Außerdem wird bei der Anrechnung von Vordienstzeiten ein freiwilliges soziales Jahr, das in der Caritas geleistet wird, dem Zivildienst gleichgestellt (B.2.4 und B2.7).
  • Erfreuliches gibt es auch für Eltern von Taferlklasslern zu berichten. Der erste Schultag in der ersten Klasse der Volksschule von eigenen und den eigenen Kindern gleichgestellten Kindern, wird als entgeltfortzahlungspflichtiger Dienstverhinderungsgrund gewertet (D.2).
  • Als DGKP beschäftigte Arbeitnehmerinnen werden per 1.1.2019 in die Verwendungsgruppe IVa um- bzw. eingestuft. Diese Verwendungsgruppe sieht in Gehaltsstufe 1 zusätzlich EUR 85,– abfallend, mit jeweils EUR 5,–/Gehaltsstufe gegenüber der Verwendungsgruppe IV vor.
    Besserstellende Betriebsvereinbarungen für diese Berufsgruppen (Zulagen) werden bis dahin neu verhandelt!
  • Änderungen gibt es auch bei der Berechnung von Urlaubs- und Weihnachtszuschuss: Hier werden für die Berechnung des Zuschusses bei den Mehrstunden, die in den letzten 5 Monaten vor dem Auszahlungsmonat durchschnittlich ausbezahlten Mehrstunden, herangezogen.

Bei den Diskussionen und Überlegungen zur Schulträgerentwicklung werden die BetriebsrätInnen eingebunden werden. Es wird eine Arbeitsgruppe von DienstnehmerInnen- und DienstgeberInnen-Vertretern zur Verwendungsgruppenreform eingerichtet.

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