Caritas KV-Verhandlungen ergebnislos vertagt

Am 12.12.2017 starteten die Caritas-Kollektivvertragsverhandlungen. Um 11.00 trafen sich die Verhandlungsteams und präsentierten die jeweiligen Forderungs- und Themenkataloge (DienstnehmerInnen / DienstgeberInnen).

Die Gespräche fanden in einer guten Atmosphäre statt, brachten aber noch kein Ergebnis. Zu den Themen im Einzelnen:

  • Die DienstgeberInnen betonten vor allem die Verdoppelung der Rucksäcke, beziehungsweise die Einführung eines generellen Jahresdurchrechnungszeitraumes. Aus DienstnehmerInnensicht bedeutet das ein massives Wegfallen von Zuschlägen.
  • Ebenso wurde von den DienstnehmervertreterInnen eine weitgehende Ausdehnung der Normalarbeitszeit auf Montag bis Samstag gefordert. Wobei die DienstnehmerInnen dem entgegen hielten, dass es im Kollektivvertrag ohnehin bereits die Möglichkeit gibt, durch Betriebsvereinbarungen hier Ausdehnungen vorzunehmen, wo es unbedingt nötig ist.
  • Die DienstgeberInnen forderten auch eine Aufweichung der Regelung zu den zwei freien Kalendertagen für Einrichtungen mit Dauerbetrieb und mobile Dienste. Die DienstnehmervertreterInnen sehen diese zwei freien Kalendertage, die über die gesetzlichen Erfordernisse hinausgehen, als Errungenschaft des Kollektivvertrages, die die Freizeitqualität der KollegInnen erhöht und eine wöchentliche Ruhe- und Erholungsphase gewährleisten.

Die DienstnehmerInnenvertreterInnen betonten folgende Punkte:

  • Ein zentraler Punkt war die Anpassung des Verwendungsgruppenschemas an die geänderten Regelungen des GUKG. Die ausgeweiteten Kompetenzen des Pflegepersonals müssen sich aus DienstnehmerInnensicht auch im Gehalt niederschlagen.
  • Die DienstnehmerInnen betonten weiters die Notwendigkeit einer Klarstellung, dass Störungen bei “schlafenden” Nachtdiensten zu bezahlen sind.
  • Ebenso verlangten die DienstnehmerInnen, dass bei geteilten Diensten in Einrichtungen mit Dauerbetrieb die Heim- und Anfahrt in der Unterbrechung als Arbeitszeit gewertet wird und auch die Fahrtkosten vom Dienstgeber getragen werden, in Anlehnung an die Regelung bei den Mobilen Diensten.
  • Ein Thema der DienstnehmerInnen war auch die Verkürzung der Arbeitszeit, sei es durch eine Herabsetzung der wöchentlichen Normalarbeitszeit, sei es durch die Einführung einer 6. Urlaubswoche. Hier gab es wenig Veränderungsbereitschaft bei den DienstgeberInnen.

Die Themen wurden intensiv, aber noch ergebnislos erörtert. Die Gehaltserhöhung wegen des umfangreichen rahmenrechtlichen Teils bisher nur am Rande Thema. Die Gespräche werden am 1.2.2018 fortgesetzt.

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