Urlaubsverbrauch ist Vereinbarungssache

Gerade am Ende des Jahres fragen vermehrt KollegInnen bei uns an, ob es legitim ist, dass sie von ihren Führungskräften „in Urlaub geschickt“ werden, um den Urlaub bis zum Jahresende auf drei oder auf 10 Urlaubstage abzubauen.

Dazu grundsätzlich: Urlaub ist Vereinbarungssache. Das heißt, dass Arbeitgeberin und ArbeitnehmerIn gemeinsam den Urlaub vereinbaren müssen. Selbiges gilt auch für den Zeitausgleich. Einseitig auf Urlaub oder eben auch Zeitausgleich „geschickt“ werden, geht rechtlich gesehen nicht.

Es ist gut, wenn KollegInnen ihren Urlaub genießen und die Dienstgeberin darauf schaut, dass das möglich ist. Es ist aber auch verständlich, dass sie das zu Zeiten wollen, wo es ihren Urlaubs- und Erholungsgewohnheiten entspricht.

Wann verfällt der Urlaub?

Laut Urlaubsgesetz verfällt der Urlaub erst nach zwei Jahren. Das heißt, Urlaub verfällt erst dann, wenn du am Jahresende mehr als 50 Tage (bei fünf Wochen Urlaubsanspruch) offenen Urlaub hast. Das ist sicher nicht anzustreben, gleichzeitig ist die Gesetzgeberin aber offensichtlich davon ausgegangen, dass es solche Situationen geben kann. Das bedeutet, der Urlaub wird jedenfalls ins nächste Jahr mitgenommen, wenn es einmal etwas mehr als zehn Tage sind.

 

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