Betriebsvereinbarung: Verhandlungsergebnisse 2015

BV-VerhandlungIm Rahmen der BV Verhandlungen konnten die Geschäftsführung und Betriebsrat folgende Einigungen erzielen:

Pflegefreistellung (BV 8.14.2, Seite 11):

Pflegefreistellung für nicht im Haushalt lebende, nahe Angehörige wurde jetzt unbefristet übernommen.
Das entspricht den zeitgemäßen familiären Bedingungen.

Ärztliche Bestätigung bei Pflegefreistellung:

Wir wollten analog zum Krankenstand, dass erst bei mehr als 3 Tagen ein ärztliches Attest für das erkrankte Kind gebracht werden muss. Oft können Eltern ja ganz gut einschätzen, ob ein Arztbesuch notwendig ist oder nicht. Zudem fallen für das Ausstellen einer Bestätigung über die Pflegefreistellung Kosten von bis zu 15 €  an.
Dieser Vorschlag wurde von der Geschäftsführung abgelehnt.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass diesbezüglich angefallene Kosten vom Arbeitgeber übernommen werden müssen.
Der Aufwand für die ArbeitnehmerInnen und der Kostenaufwand für den Arbeitgeber bleibt somit bestehen.

Erwerbsmäßige Nebenbeschäftigung:

Die Geschäftsführung wollte in der BV verankern, dass Aufnahme und jede Änderung einer erwerbsmäßigen Nebenbeschäftigung vorab schriftlich mit der Angabe über die Lage, das Ausmaß der Zeiten, sowie der Tätigkeit an die Vorgesetzten zu melden sind. Dies wurde vom Betriebsrat abgelehnt. Eine Meldepflicht für Nebenbeschäftigungen besteht demnach nicht. Laut Kollektivvertrag sind lediglich Nebenbeschäftigungen nicht zulässig, die “mit der Tätigkeit in der Caritas unvereinbar sind” (KV Punkt B.3.4., Seite 5).

Ausweitung der Arbeitszeit (BV 6.2.1.3, Seite 5):

Die Ausweitung der Arbeitszeit auf 6 Tage wurde auf die Brunnenpassage,  Tanz die Toleranz und Stand 129 übertragen. Das heißt KollegInnen die am Samstag in einer dieser Einrichtungen arbeiten, sollten in der Regel danach Sonntag und Montag frei haben. 2 Wochenenden pro Monat müssen jedoch arbeitsfrei sein.

Befristete Dienstverhältnisse:

Ein Anliegen des Betriebsrates war, dass der Arbeitgeber die Zustimmung des Betriebsrates benötigt, um ein bereits befristetes Dienstverhältnis noch ein weiteres mal zu befristen.
Die Geschäftsführung will das nicht und verweist auf den Verwaltungsaufwand den das bedeuten würde, außerdem sei es ohnehin nur in Ausnahmefällen gelebte Praxis befristete Dienstverhältnisse noch ein weiteres Mal zu befristen. Vereinbart wurde auszuwerten, wie oft Dienstverhältnisse mit wiederholten Befristungen vorkommen. Betroffene
DienstnehmerInnen können sich gerne an den Betriebsrat wenden.

Die Zulagen wurden ab 01.01.2015 wie folgt valorisiert:

Bisher Neu
SEG-Zulage € 72,10 € 73,60
UGT-S € 72,10 € 73,60
Erhöhte SEG-Zulage € 153,00 € 155,80
Erhöhte SEG-Zulage alt € 199,00 € 201,50
Pflegeerschwerniszulage Vw-Gruppe IV € 180,00 € 182,70
Pflegeerschwerniszulage Vw-Gruppe V € 72,00 € 75,30
Pflegeerschwerniszulage Vw-Gruppe Va € 41,00 € 41,00
RGE-Zulage Vw-Gruppe IV (Stufe 1-4) € 133,00 € 135,70
RGE-Zulage Vw-Gruppe IV (Stufe 5-16) € 150,00 € 152,30
RGE-Zulage Vw-Gruppe V € 62,20 € 63,50
Kinderzulage € 54,00 € 55,00

 

Ab 1.1.2015 erhalten geringfügig beschäftigte MitarbeiterInnen je Arbeitsstunde an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen 0,4 Stunden (bisher 0,3) zusätzlich als Dienstzeit gutgeschrieben.

Über diesen Link geht es zum KV Abschluss 2015

 

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