Kollektivvertragsverhandlungen – unsere Forderungen

Die Kollektivvertragsverhandlungen werfen ihre Schatten voraus. Die Forderungskataolge wurden bereits übergeben. Der erste Verhandlungstermin findet am 15. Dezember statt. Wir stellen dir hier die Forderungen der ArbeitnehmerInnen aber auch der DienstgeberInnen vor. Wir geben dir auch Gelegenheit, uns zu sagen, was du von den einzelnen Forderungen hältst. Was ist dir wichtig, was weniger wichtig.
>>> Sag uns deine Meinung zu den Forderungen

Die Forderungen der ArbeitnehmerInnen im einzelnen:

  • Gehaltserhöhung: Wir fordern eine deutliche Erhöhung der Realeinkommen. Der private Sozialbereich hat gemessen an den österreichischen Durchschnittseinkommen einen großen Nachholbedarf. Dieser gehört deutlich verringert.
    Dabei ist für uns auch wichtig, die Verwendungsgruppe III an das entsprechende Niveau des BAGS-KV heranzuführen.
    Auch eine Erweiterung des Gehaltsstufen um zwei neue Gehaltsstufen 17 und 18 für langjährige MitarbeiterInnen streben wir an.
  • Anrechnung für Vordienstzeiten: Die Anrechnung der Vordienstzeiten soll verbessert werden, um die Caritas auch für KollegInnen, die bereits in anderen Einrichtungen viel Erfahrung gesammelt haben, attraktiv zu machen.
  • Verbesserter Zugang zur 6. Urlaubswoche: AkademikerInnen sind beim Zugang zur sechsten Urlaubswoche bevorzugt. Wir wollen eine Gleichstellung und Verbesserung für alle.
  • Anspruch auf Erhöhung des Stundenausmaßes: Viele KollegInnen klagen, dass sie gerne mehr Stunden arbeiten würden, als sie angestellt sind. Wir fordern, dass MitarbeiterInnen Stunden angeboten werden, bevor sie ausgeschrieben werden und dass MitarbeiterInnen Anspruch auf ein höheres Anstellungsausmaß haben, wenn sie regelmäßig Mehrstunden machen. Erzwungene Teilzeit darf nicht zur Armutsfalle werden und zur Altersarmut führen.
  • Einrechnung der Zuschläge ins Urlaubs- und Weihnachtsgeld: Wenn derzeit jemand Überstunden, Nachtdienste oder Sonntagsdienste macht, wirkt sich das im Urlaubs- und Weihnachtsgeld nicht aus, weil die Zuschläge nicht eingerechnet werden. Das soll sich ändern.
  • Gesetzliche Fortbildungsverpflichtungen: MitarbeiterInnen, die gesetzlich zur Fortbildung verpflichtet sind (Heimhilfen, dipl. Pflegepersonen etc.), sollen diese Fortbildungen voll als Arbeitszeit bezahlt bekommen.
  • Anspruch auf Altersteilzeit: Der Rechtsanspruch soll für die Teilzeitvariante der Altersteilzeit gelten.
  • Dienstverhinderung: Eltern sollen am ersten Schultag ihres Kindes dienstfrei bekommen.
  • Abfertigung: Im Todesfall soll die gesetzliche Abfertigung den gesetzlichen Erben gebühren.

Hier kannst du uns deine Meinung zu den einzelnen Forderungen sagen. DANKE!

Die Forderungen der DienstgeberInnen:

Die DienstgeberInenn brachten folgende Punkte als “Themen” in die Verhandlung ein:

  • Deutliche Abflachung der Gehaltskurven
  • Die Begrenzung des Rucksackes auf 38 Stunden soll aufgehoben werden: Damit würden – aus Sicht des Betriebsrates – Zuschläge für Mehr- und Überstundenarbeit massiv reduziert.
  • Verfallsfrist auf 6 Monate verkürzen in C 5.2: Das würde bedeuten, dass Ansprüche auf Mehr- und Überstundenvergütungen statt 12 nur mehr 6 Monate rückwirkend geltend gemacht werden können.
  • PersonenbetreuerInnenregelung
  • Zuschläge für Plusstunden bei Dienstende nach dem Entstehen bewerten (F3).
Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.