Stundenabrechnung neu

In einem längeren Prozess wurde für den Bereich Hilfe in Not die Stundenabrechnung neu geregelt. Dabei haben wir gemeinsam mit der Bereichsleitung für alle Einrichtungen und MitarbeiterInnengruppen festgelegt, wer mit und wer ohne Rucksack abrechnet.

Wir beantworten im Folgenden häufig gestellte Fragen zum Thema:

  • Worauf gründet sich diese Entscheidung?
    Für MitarbeiterInnen im Dauerbetrieb (potentiell 7 Tage in der Woche Dienst) ist klar, dass mit Rucksack abgerechnet wird.
    Für MitarbeiterInnen im mobilen Einsatz der Mobilen Dienste (Familienhilfe) ebenso.
    Alle anderen fallen laut Kollektivvertrag in die Gruppe „Büro und allgemeine Dienste“ (Kollektivvertrag C.2.). Dort ist geregelt, dass jene MitarbeiterInnen, für die Gleitzeit nicht möglich ist, mit Rucksack abrechnen; alle für die Gleitzeit möglich ist, rechnen ohne Rucksack ab, auch wenn es derzeit nur eine Gleitzeitregelung für MitarbeiterInnen gibt, die ausschließlich in der Verwaltung tätig sind.
  • Was heißt „Abrechnung mit Rucksack“?
    Abrechnung mit Rucksack heißt, dass am Ende des Durchrechnungszeitraumes (= Quartal) Stunden bis zur doppelten Wochenanstellung maximal aber 38 Stunden zuschlagsfrei in den nächsten Durchrechnungszeitraum übertragen werden können und Zuschläge erst fällig werden, wenn am Quartalsende Stunden über den Rucksack hinaus fällig werden.
    Wird ohne Rucksack abgerechnet sind Zuschläge ab der ersten Stunde fällig.
  • Bei mir fallen immer wieder Überstunden an, etwa weil ich meine KollegInnen vertreten muss. Gleichzeitig wird mir gesagt, dass ich am Ende des Quartales auf null sein muss. Geht das?
    Wenn dir explizit oder implizit Stunden angeordnet werden, die über deine Wochenverpflichtung hinaus gehen, kann nicht gleichzeitig angeordnet werden, dass du am Quartalsende auf null sein musst. Das ist Zeitausgleich, und der muss vereinbart werden, kann dir also nicht einseitig angeordnet werden.
  • Ich rechne ohne Rucksack ab. Ist es dennoch möglich, Stunden in den nächsten Durchrechnungszeitraum zu übertragen?
    Ja, im Einvernehmen ist es möglich, Stunden in den nächsten Durchrechnungszeitraum zu übertragen und dann als Zeitausgleich zu konsumieren. Dabei werden Zuschläge fällig, handelt es sich beispielsweise um 10 Mehrstunden werden 12,5 Stunden übertragen und können als überstunden verbraucht werden (bei Überstunden: aus 10 wird 15).
    Kann kein Einvernehmen über die Übertragung der Stunden erzielt werden, werden die Stunden mit Zuschlägen ausbezahlt. Alternativ kann der/die MitarbeiterIn entscheiden, die Stunden auf das Zeitwertkonto zu übertragen. Die Entscheidung ob Auszahlung oder Übertragung auf das Zeitwertkonto trifft allein der/die Mitarbeiterin. Bei der Übertragung auf das Zeitwertkonto werden die Stunden auf das Zeitwertkonto gebucht (am Lohnzettel sichtbar) und die Zuschläge ausbezahlt.
    Informationen zum Zeitwertkonto findest du in der bra 2/2014 ab Seite 8.
  • Ich rechne mit Rucksack ab und habe am Quartalsende Stunden darüber hinaus. Was passiert mit diesen?
    Die Regelung ist analog zur Abrechnung ohne Rucksack. Wird kein Einvernehmen über eine Übertragung zum Zeitausgelich getroffen, werden die Stunden entweder ausbezahlt oder auf das Zeitwertkonto übertragen.
  • Ich bin Sozialarbeiterin. Für mich gilt die Gleitzeitregelung für Verwaltungskräfte also nicht. Gibt es für uns auch eine Gleitzeitregelung?
    Ja, es gibt auch für Nicht-Verwaltungskräfte eine Gleitzeitvereinbarung. Bei fragen dazu wende dich gerne an den Betriebsrat
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